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21. Apr. 2020, 15:05 Uhr

Plötzlich ist alles anders – auch für die Werkhof-Mitarbeiter

Nach Einblicken in die veränderten Arbeitswelten der Gemeinde-Mitarbeitenden im Büro, der Lehrpersonen und des Zivilschutzes seit Beginn der Corona-Krise zeigt nun der Werkhofleiter Henrik Haerden auf, wie der Werkhof seither arbeitet.

Zu Beginn der Krise hatte der Werkhof Reinach sofort auf Schichtbetrieb umgestellt: zwei Gruppen haben jeweils am Morgen gearbeitet, zwei am Nachmittag. Es wurde alles so umorganisiert, dass sie jederzeit wenigstens die dringendsten Arbeiten erledigen konnten. Dazu gehörten die Entleerung der Abfalleimer, die Reinigung der Strassen und der Bestattungsdienst. Auf dem Friedhof blieben jeweils zwei von drei Mitarbeitern zu Hause, was bedeutete, dass sie auch am Samstag zur Arbeit kommen mussten, um das Nötigste zu erledigen. Trotz der einschneidenden Umstellungen funktionierte der Werkhof-Betrieb so ganz gut.

"Ab Ostern wurde der tägliche Betrieb dann neu organisiert, denn durch den Beginn der Vegetationszeit staute sich für den Werkhof viel Arbeit an", erklärt Werkhofleiter Henrik Haerden. Auch müssen jetzt zahlreiche Pflanzungen vorgenommen werden, die nicht weiter verschoben werden können. Daher mussten ein paar organisatorische Anpassungen vorgenommen werden. Damit aber die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden können, arbeiten die Werkhof-Mitarbeiter nun wieder den ganzen Tag, aber in zeitversetzten Schichten. Die Einteilung in Gruppen wurde nicht verändert, wohl aber der Arbeitsbeginn, die Znüni- und Mittagspausen. Durch diese zeitlichen Verschiebungen befinden sich die verschiedenen Gruppen nicht gleichzeitig im Werkhof.

Für die Mitarbeiter, die draussen arbeiten, sind die Anpassungen zwar nicht einschneidend, aber ungewohnt. Sie erledigen die Arbeiten wie sonst auch, arbeiten immer mit den gleichen Kollegen und die Pausenzeiten sind anders als sonst. Für die Vorarbeiter hingegen ist die Organisation der Arbeiten ein riesige Herausforderung. Sie müssen die Fahrzeuge gezielt anders einteilen, die Arbeiten auf maximale Gruppengrössen anpassen und den Überblick behalten, welche Gruppe wann in der Pause ist und mit neuer Arbeit versorgt werden muss. Das stellt die Vorarbeiter vor neue, ungewohnte Herausforderungen, die sie meistern müssen. Und wenn es Änderungen oder Anpassungen bei der Arbeit gibt, unterhält sich der Werkhofleiter Haerden über einen speziell eingerichteten Gruppenchat mit seinen Mitarbeitern. Haerden ist dankbar für die Flexibilität der Mitarbeiter und das Verständnis der Bevökerung, dass die Arbeiten des Werkhofs in einem andern Rhythmus als sonst erledigt werden.

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