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16.10.2019 07:00

Reinach rechnet trotz stark steigenden Bildungs- und Gesundheitskosten nur mit einem leichten Aufwan

Dank vorausschauender Planung kann Reinach für das kommende Jahr den Verlust unter 2 Mio. Franken halten. Die unbeeinflussbaren Kosten im Bildungs- und Gesundheitswesen belasten die Gemeindefinanzen. Demgegenüber kann im Steuerbereich dank Wachstum bei den natürlichen und juristischen Personen mit Mehreinnahmen gerechnet werden.

Die Erfolgsrechnung weist für das Budget 2020 einen Verlust über CHF 1.993 Mio. aus (Vorjahr CHF 1.767 Mio.). Denn die Kosten im Bildungs- und im Gesundheitsbereich steigen weiterhin: Einerseits erhöhen sich die Bildungskosten um CHF 0.540 Mio., da in der Primarschule mehr Klassen geführt werden müssen. Andererseits muss mit Mehrkosten sowohl in der stationären wie auch in der ambulanten Pflege in der Höhe von CHF 0.917 Mio. gerechnet werden.

Die ersten Massnahmen der Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) werden bereits im Jahr 2020 wirksam. Die Auswirkungen sind jedoch schwer abzuschätzen, da noch viele Fragen offen sind und die Umsetzung vom Volk noch nicht genehmigt ist. Im 2020 wird erwartet, dass das Wirtschaftswachstum die Steuersenkungen für juristische Personen von rund CHF 2 Mio. kompensieren kann. Bei den natürlichen Personen wird mit einem Zuwachs von CHF 1.3 Mio. gerechnet. Landverkäufe und andere Sondereffekte sind für 2020 keine geplant.

Quartierplanungen, Projekte und Modernisierung der Schulanlagen
Die beiden Quartierplanungen "Im Zentrum" und "Hauptstrasse" gehen im kommenden Jahr in die öffentliche Mitwirkung. Die Arealentwicklung " Landererstrasse" soll wieder aufgenommen werden. Und im "Taunerquartier Süd" wird die Quartierplanung gestartet. Für die Aufwertung des Freiraums im Mischeli-Quartier findet ebenfalls eine öffentliche Partizipation statt. Im Rahmen des Energiestadt-Labels soll die Energieeffizienz bei den gemeindeeigenen Bauten gesteigert werden. Der Einwohnerrat wird im 2020 über den Investitionskredit für den Neubau des Schulhauses Surbaum beschliessen, so dass die Einwohnerinnen und Einwohner voraussichtlich im Herbst darüber abstimmen können. Da die Nettoinvestitionen in den Jahren 2020-2024 auf insgesamt CHF 74 Mio. steigen, soll die umfassende Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Weiermatten vorläufig hinausgeschoben werden.

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