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18. Jun. 2020, 17:00 Uhr

Der neue Weiher wird dem Bedürfnis nach Erholung und Natur gerecht

Am ehemaligen Standort der ARA Birs ist nach fünfmonatiger Bauzeit eine Weiherlandschaft entstanden. Hier können Gross und Klein die Natur aus nächster Nähe beobachten. Noch im Juni wird der Weiher der Bevölkerung zur Nutzung übergeben.

Der Weiher ist in zwei Teile geteilt: Vorne lädt die Weiheranlage die Öffentlichkeit zur Erholung und Naturbeobachtung ein. Einfache Holzelemente und schattenspendende Bäume laden zum Verweilen ein. Zum hinteren Bereich hat der Mensch keinen Zugang: Hier sollen sich Tiere und Pflanzen frei entfalten können. Wenn der Weiher im Juni der Bevölkerung übergeben wird, ist noch klar die künstliche Schaffung der Weiheranlage durch den Menschen sichtbar. Doch schon in ein paar Monaten soll hier die Natur das Zepter übernehmen. Wo zurzeit noch die bis auf wenige Initialpflanzungen vegetationsarmen Schotterflächen dominieren, soll sich die Natur auf natürlichem Weg bald ausbreiten und das Bild verändern. Die Tierwelt wird sich von selbst ansiedeln. Durch den zusätzlichen Erholungsraum entlang der Birs sollen die Reinacher Heide und das Birsufer entlastet werden.

Von der Idee zur Realisation
Durch den Rückbau der Abwasserreinigungsanlage (ARA) war vor über zehn Jahren Fläche frei geworden. Im Rahmen der Mitwirkung zur Zonenplanung hatten der Verein Natur- und Vogelschutz Reinach (VNVR) und weitere Naturschutzorganisationen einen Vorschlag präsentiert, um an diesem Standort einen naturnahen Weiher zu realisieren. Daraufhin hatte die Gemeinde Reinach einen Studienauftrag vergeben und vier Teams dazu eingeladen, Entwürfe zu einer geeigneten Ausgestaltung einzureichen. Eine wichtige Vorgabe war, Erholung und Natur als gleichwertige Bedürfnisse zur berücksichtigen. Auch sollte der vorhandene Kies der Birs für die Umsetzung verwendet werden. Das von den Landschaftsarchitekten Berchtold und Lenzin eingereichte Projekt hat die Jury und die Gemeinde Reinach als Bauherrin am meisten überzeugt. Finanziert wurde die Weiheranlage mehrheitlich mit Drittmitteln von Stiftungen und Partnern: Finanzierungspartner sind Aventron AG, Fonds Landschaft Schweiz (FLS), Swisslos-Fonds Basel-Landschaft, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (sl-fp), Verein für Natur-und Vogelschutz Reinach (VNVR). Der Trinkbrunnen wurde vom Wasserwerk Reinach und Umgebung (WWR) finanziert. Das Projekt ist Bestandteil des Aktionsplans Birspark Landschaft der Birsstadt-Gemeinden.

Dem Littering vorbeugen: Engagierte Helferinnen und Helfer gesucht
Gemeinsam mit dem Verein "Suuberewald" sucht die Gemeinde Reinach Freiwillige, die für die Weiheranlage eine so genannte Raumpatenschaft übernehmen wollen. Dabei geht es darum, die Verantwortung mitzutragen, dass dieser Raum abfallfrei bleibt. Die Gotten und Göttis sollen mithelfen, die Weiheranlage sauber zu halten und auf die Abfallproblematik im naturnahen Raum zu sensibilisieren. Mehr Informationen zu Raumpatenschaften auf www.igsu.ch. Interessierte melden sich beim Verein "Suuberewald" via E-Mail info@suuberewald.com oder Tel. 079 353 08 91 oder bei der Gemeinde Reinach per E-Mail bei evelyn.lenzin@reinach-bl.ch

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